"Mir geht es um die Menschlichkeit, nicht um große Ingenieurbauwerke"

Marius Eriksen

Marius Eriksen hat 1979 den Grundstein für die Eriksen Gruppe mit dem Ingenieurbüro EPO Eriksen und Partner GmbH ins Leben gerufen. Seine Person, seine Werte und unermüdliche Tatkraft und nicht zuletzt sein Pragmatismus haben die IFE Eriksen AG sowie die gesamte Unternehmensgruppe maßgeblich geprägt.

Marius Eriksen hat mit seinem Leben Spuren hinterlassen.

1935 in einfachen Verhältnissen in Nordfriesland geboren und aufgewachsen, lernte er früh selbständig zu werden. In den Kriegs- und Nachkriegswirren war ein Abitur nicht möglich. Marius wurde Zimmermann wie sein Vater. Anschließend besuchte er die Staatsbauschule in Eckernförde, die er mit 22 Jahren als jüngster Ingenieur Schleswig-Holsteins verließ.

"Ich wollte die Welt wieder heil machen", sagt Eriksen rückblickend, "ich wollte mithelfen, eine bessere Welt zu bauen." 1957 ging der junge Eriksen nach Hannover, wo er bis 1963 Bauingenieurwesen studierte. Anschließend spezialisierte er sich in Hannover als selbstständiger beratender Ingenieur auf den Bau von Brücken.
Das kriegszerstörte Deutschland brauchte dringend neue Brücken - solche aus Stahlbeton und solche zwischen den Menschen.

Es trieb ihn in den Norden nach Oldenburg, wo er ein neues Unternehmen startete. Aus diesem winzigen Neuanfang entstanden ab 1979 die Eriksen Gruppe, heute mit der IFE Eriksen AG im Zentrum der Projekt- und Unternehmensentwicklungen im Bereich der Erneuerbaren Energien. Daneben etablierten sich die Büros in den Bereichen Hoch- und Tiefbau.

Für alle Gründungen suchte und fand Marius Eriksen Partner: "Dies ist eine Zeit der Partnerschaften, nicht der Steppenwölfe".

Eriksen engagierte sich ehrenamtlich im Vorstand des Vereins der Architekten und Ingenieure (AIV), im Bundesverband Windenergie, in der Ingenieurkammer Niedersachsen und im Bundesverband der beratenden Ingenieure (VBI). Zusätzlich arbeitete er im Vorstand von International Cultural Exchange Deutschland, einem Verein, der Schüleraustausche zwischen Deutschland und aller Welt organisiert.

Im Jahr 2000 gründete er dann die heutige Eriksen-Grensing-Stiftung für unverschuldet in Not geratene Menschen und fungierte im Jahr 2006 als Mitbegründer der Oldenburgische Bürgerstiftung. "Als ich 2003 das Bundesverdienstkreuz bekam, hatte ich das Gefühl, jetzt noch viel mehr tun zu müssen, um es wirklich zu verdienen", erläutert Marius Eriksen seinen unermüdlichen Einsatz für das Wohl Einzelner und der Gemeinschaft. Eriksen: "Mir geht es um die Menschlichkeit, nicht um große Ingenieurbauwerke."

 

Marius Eriksen starb am 16.11.2010 im Alter von 75 Jahren. Der Lebensweg von Marius Eriksen wurde von dem bekannten Filmemacher Karl-Heinz Heilig in einem Film nachgezeichnet. Informationen zu dem Film "Ein Leben in Kladde" erhalten Sie hier.